
Der AmStaff gehört zur großen Gruppe
der Terrier, und wer sich einen Terrier kaufen möchte sollte
gute Nerven haben, heißt es in Kennerkreisen. Denn alle
Terrier gelten als ebenso bewegungsfreudige wie durchaus eigenwillige
Tiere. Wer sich für einen American Staffordshire Terrier
entschieden hat, braucht nicht nur Nerven wie Drahtseile und ein
gefühlvolles Händchen für die typischen Eigenarten
seines überraschend sensiblen, gelegentlich auch "bockigen"
Hundes, sondern dazu auch noch einen breiten Rücken, eine
gehörige Portion verbaler Schlagfertigkeit, und das nötige
Fachwissen, um die sowohl durch populistische Politiker als auch
durch sensationsgierige Medien in den vergangenen Jahren geschürten
pauschalen Vorurteile zu widerlegen. Dabei hilft am besten ein
gut sozialisierter, menschenfreundlicher Hund.
Kaum eine andere Hunderasse spaltet die Gemüter
so nachhaltig wie der American Staffordshire Terrier, kurz AmStaff
genannt, und seine ebenso betroffenen Kollegen von Bully &
Co. Nicht nur einseitig geprägte Kynologen (besser: solche
unangenehmen Zeitgenossen, die sich selbst für Hundefachleute
halten ohne es wirklich zu sein), sondern auch der durch zweifelhafte
Sensationsberichte verunsicherte Bürger kann kommentarlos
an diesen Hunden vorbeigehen. Die Bemerkungen sind häufig
ablehnend, mitunter voller Verachtung, gelegentlich auch hasserfüllt.
Seltener so interessiert und bewundernd, wie es diesen besonderen
Hunden wirklich zukommt.
Denn für die Liebhaber sportlich-ästhetischer
Formen ist der Anblick eines gut trainierten American Staffordshire
Terriers etwas wirklich Faszinierendes. Dazu kommt die Ausstrahlung
einer nicht nur körperlichen, sondern auch wesensmäßigen
Stärke. Und eine starke Präsenz, gepaart mit Gelassenheit
selbst in heiklen Situationen und eine ausgeprägte Freundlichkeit:
Die Summe dieser positiven Eigenschaften macht diese Rasse nahezu
einzigartig.
Von den Sensationsmedien geprägte Bürger
können dazu neigen, die menschenfreundlichen Signale dieser
Hunde zu übersehen. Manch ein Unwissender lässt sich
dann zur Diskriminierung von AmStaff & Co. verleiten. Diskriminierungen,
von denen der Besitzer des Hundes natürlich ebenso betroffen
ist. In solchen Situationen sollte es die "oberste Pflicht"
eines AmStaff-Liebhabers sein, ruhig, sachlich und kompetent Auskunft
zu geben oder bestehende Irrtümer auszuräumen. Hund
und Halter sollten vorbildlich auftreten, das ist der einzig erfolgsversprechende
Weg, diesen faszinierenden Hunden wieder das Ansehen zu verschaffen,
welches sie durch ihre positiven Eigenschaften in hohem Maße
verdienen.